Mehrwert von systematischen Optionsstrategien

Der legendäre Börsen-Altmeister André Kostolany brachte es auf den Punkt: „Was die Optionskäufer regelmäßig verlieren, gewinnen die Stillhalter, die nicht zufällig mit den großen Banken und Versicherungen identisch sind.“ Im Gegensatz zu Options-Käufern, bei denen der Anleger in mehr als 70% aller Fälle seinen Einsatz verliert, sind Stillhalter-Geschäfte (also der gedeckte Verkauf von Optionen) eine Möglichkeit kontinuierliche Erträge zu erzielen.


Studien der Optionsbörse Chicago (CBOE) kommen zu dem Ergebnis, dass sich mit der Optionsstrategie „Stillhalter in Geld“ (im Chart PUT Index) und „Stillhalter in Aktien“ (im Chart BXM Index) überdurchschnittliche Renditen bei deutlich reduzierter Volatilität erzielen lassen. Basierend auf den Resultaten verschiedener Forschungsarbeiten wurden eigene Indices aufgelegt, die seit 1986 von Bloomberg mit dem Kürzel Put Index und BXM Index geführt werden. Die Indices unterstellen den rollierenden Verkauf von monatlichen Optionen (am Geld) auf den S&P 500 Index.


Per Ende 2019 konnten beide Stillhalterstrategien mit dem S&P 500 Index mithalten, was bei den deutlich besseren Risikokennzahlen der Optionsstrategien erstaunlich ist. Auf Basis dieser Erkenntnis wurde das V-S-P Konzept entwickelt, welches seit 2008 umgesetzt wird. Zum Einsatz kommt ein systematische Value-Options-Strategie (Verkauf von Call und Put-Optionen) auf Indices. Ergänzt wird diese Strategie mit einem systematischen Risikomanagement nach dem Motto: "Immer gesichert, sicher ist sicher!"



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